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Affiliate Marketing

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Vergleichsportale, Empfehlungsblogs, Influencer - alle verbunden durch das gleiche Geschäftsmodell: Affiliate Marketing.

Das Marketing - ein bunter Strauß an Möglichkeiten für die Bewerbung, die Gestaltung, die Platzierung und den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen. Online oder offline, bezahlt oder organisch. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig, die Chancen und Risiken ebenso. Und es gibt auch die Möglichkeit, den Absatz der eigenen Produkte oder Dienstleistungen über Vermittler zu erhöhen.
Vergleichsportale, Empfehlungsblogs, Influencer - alle verbunden durch das gleiche Geschäftsmodell: Affiliate Marketing. Das schauen wir uns jetzt einmal genauer an. 

Was ist Affiliate Marketing? 

Während beim Content Marketing das Ziel verfolgt wird, den Nutzern einen Mehrwert zu bieten, geht es beim Affiliate Marketing um den Verkauf und Absatz von Produkten. 

Affiliate Marketing beschreibt die Zusammenarbeit verschiedener Vertriebspartner, die alle gemeinsam daran interessiert sind, Produkte zu verkaufen und Geld zu verdienen. Dieser Verkauf erfolgt dabei über sogenannte Affiliates, die nach erfolgreichem Abschluss eine Provision erhalten. Ein Affiliate kann dabei Produkte verschiedener Unternehmen bewerben und erhält jeweils bei erfolgreichen Abschlüssen Provisionen. 
⁠Affiliates sind also die Partner von Unternehmen, die ihre eigene Reichweite nutzen, um den Absatz der beworbenen Produkte zu erhöhen, damit sie anschließend dafür bezahlt werden. 
Die Unternehmen stellen ihren Partnern hierfür eindeutige Links zur Verfügung. Kauft ein Interessent über den eindeutigen Link ein, kann der Verkauf dem jeweiligen Affiliate zugeordnet werden und er erhält dafür seine Provision.  

Das klingt erstmal deutlich komplexer als es ist, denn es gibt ein Unternehmen, dessen Service so gut wie jeder schon einmal in Anspruch genommen hat und welches u.a. mit Affiliate-Links arbeitet: Check24

Vergleichsportale wie Idealo oder Check24 bieten Suchenden die Möglichkeit, den besten Kühlschrank zum besten Preis zu finden. Über den Vergleich erfahren Suchende nicht nur die wesentlichen Unterschiede der verschiedenen Kühlschränke wie Größe, Stromverbrauch und Energieeffizienz, es gibt auch die Möglichkeit vom Portal aus direkt über einen entsprechenden Link im jeweiligen Shop den neuen Kühlschrank zu kaufen. Das sind sehr häufig Affiliate-Links, für die die Portale ihre Provision erhalten, sobald über den Link ein Kühlschrank gekauft wurde. 

Die verschiedenen Rollen 

 Wie bereits erwähnt, geht es beim Affiliate Marketing um die Zusammenarbeit verschiedener Partner - die schauen wir uns jetzt einmal genauer an.

Merchant 

  • Merchants werden auch als Seller (= Verkäufer), Advertiser oder Werbetreibende bezeichnet. Sie sind dabei die anbietende Partei im Affiliate Marketing.  Um bei unserem Kühlschrank-Beispiel zu bleiben: Unternehmen wie z.B. Bosch oder Siemens, die ihre Kühlschränke gerne über verschiedene Werbeflächen anbieten und vertreiben wollen, gehen dabei z.B. eine Zusammenarbeit mit Check24 ein. 
    Merchants haben dabei den Vorteil, dass für sie in den meisten Fällen nur dann Kosten entstehen, wenn auch wirklich eine Aktion erfolgt ist. Eine Aktion wird dabei im Vorfeld definiert und kann z.B. ein abgeschlossener Kauf sein. 

Affiliate 

  • Partei No. 2: Die Affiliates oder auch Publisher genannt. Check 24 kann als Betreiber einer Vergleichsplattform ein Affiliate sein - aber auch Technikwebsites wie z.B. CHIP können Affiliates sein. Ein Affiliate ist derjenige, der Werbeflächen zur Verfügung stellt, um Produkte, Dienstleistungen oder Angebote zu bewerben und anschließend für z.B. erfolgte Käufe bezahlt wird. Dazu platziert der Affiliate die Werbemittel (z.B. Bilder, Videos etc.), die ihm vom Merchant zur Verfügung gestellt wurde, in seiner Werbefläche und versieht sie mit dem nachvollziehbaren Link. Hierbei ist u.a. auch wichtig, dass die Platzierung themenverwandt ist, das bedeutet, dass die platzierte Werbung auf einer Seite wie CHIP auch etwas mit Technik oder technischen Produkten zu tun haben sollte. 
    Der Vorteil für Affiliates ist, dass für sie der geringe Aufwand einem möglichen hohen Zuverdienst gegenüber steht. CHIP z.B. betreibt die Website so oder so, die Platzierung von Werbung ist also eine Möglichkeit, weitere Umsätze zu generieren. 

Affiliate Netzwerk 

  • Affiliate Marketing funktioniert auch, wenn es nur die beiden Parteien Merchant und Affiliate gibt. Mittlerweile hat sich diese Form des Marketings jedoch weiter entwickelt, wodurch eine dritte Partei entstanden ist: Affiliate-Netzwerke. Hierbei handelt es sich um Plattformen, auf denen sich Partei 1 (Merchant) und Partei 2 (Affiliate) anmelden und so zueinander finden können. Quasi wie Online Dating, nur für den Verkauf von Produkten. Diese Plattformen bieten darüber hinaus auch die Abwicklung der Zahlungsangelegenheiten und des Trackings an. Das berühmteste Affiliate-Netzwerk: Amazon Partnernet.
    Aber auch Unternehmen wie MyLead bieten über 3500 Partnerprogramme an und fungieren somit als 3. Partei im Affiliate Marketing. 

Vergütungsmodelle im Affiliate Marketing 

Für eine Aktion entlohnt zu werden, die durch einen Affiliate herbeigeführt wurde, das ist, mit der groben Harke, der Prozess von Affiliate Marketing. Dabei kann die Entlohnung sehr unterschiedlich ausfallen - hier ein Überblick über die bekanntesten Vergütungsmodelle: 
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Pay-per-Sale (CPO)
Dieses Konditionsmodell ist das klassische und wird auch als Cost-per-Order bezeichnet. Hierbei erhält der Affiliate für jeden Produktverkauf eine Vermittlungsprovision. Diese Provision kann ein vorab festgelegter Betrag (z.B. 100€ je verkauftes Produkt) oder eine prozentuale Vergütung auf den Warenwert sein (z.B. 3% auf jedes verkaufte Produkt). 

Pay-per-Lead (CPL)
In diesem Modell wird der Affiliate für erzeugte Leads bezahlt. Führt eine Werbemaßnahme nicht beim ersten Besuch zum Kauf, aber der Interessent hat sich z.B. für einen Newsletter angemeldet, so ist ein Lead entstanden, den der Merchant anschließend wieder kontaktieren und erneut zum Kauf anregen kann. Dabei muss vorab festgelegt werden, wann ein Lead als vollständig gilt. Für diesen erzeugten Lead wird der Affiliate nun vergütet.  

Pay-per-Click (CPC)
⁠Soll der Traffic auf die Seite des Merchants erhöht werden, kann das Vergütungsmodell Pay-per-Click gewählt werden. Dabei werden nur die Klicks auf die Werbung, die beim Affiliate platziert ist, vergütet. Hierbei bewegt sich die Vergütung meist im niedrigen Cent-Bereich und eine Mindestanzahl von Klicks wird vorausgesetzt. 

Pay-per-Action (CPA)
Dieses Modell basiert darauf, dass eine vorab festgelegte Aktion von Kunden durchgeführt wurde. Dies kann z.B. der Download eines Whitepapers oder das Abspielen eines Videos sein. Die Aktion muss exakt definiert sein, ebenso wie die anschließende Entlohnung des Affiliates. 

Cost-per-Mille (CPM)
⁠Dieses Modell ist im deutschen Sprachgebrauch auch als der „Tausender-Kontakt-Preis“ (TKP) bekannt. Es handelt sich um die Vergütung für je tausend Werbekontakte mit Nutzern. Für die Erzeugung von Aufmerksamkeit nutzen Affiliate hier z.B. PopUps oder auch Layers.  

Lifetime-Vergütung
⁠Dieses Vergütungsmodell dreht sich um wiederkehrende Kunden: Der Affiliate wird für die Vermittlung besonders treuer und wertvoller Kunden entlohnt, die wiederholt z.B. über einen Affiliate-Link gekauft haben. Der Affiliate erhält bei jedem Kauf eine prozentuale Provision auf den Wert des Warenkorbes. Lifetime bedeutet dabei nicht unbedingt wirklich „auf Lebenszeit“ - es kann sich hierbei auch um eine Folgeprovision auf das erste Jahr nach dem ersten Kauf handeln.

Vor- und Nachteile 

 Einige Vorteile haben wir in der Vorstellung der verschiedenen Parteien schon erwähnt. Wir stellen sie hier noch einmal gesammelt vor und gehen dann auch auf Nachteile ein, denn auch die gibt es beim Affiliate Marketing. 

Die Vorteile: 

  • Merchants können ihre Werbefläche vergrößern. 

  • Kosten entstehen für Merchants meist erst dann, wenn auch die vorab definierte Aktion (z.B. Kauf über Link) erfolgt ist, es gilt daher als sehr risikoarmer Marketingkanal.

  • Merchants können ihre Produkte oder Dienstleistungen auf themenverwandten oder -nahen Seiten platzieren, wodurch die Wahrscheinlichkeit für den Verkauf grundsätzlich höher ist, da sich dort vor allem Menschen bewegen, die sich für die speziellen Themen interessieren (in der Regel vergleichen Menschen Kühlschränke, wenn sie auf der Suche nach einem Kühlschrank sind). 

  • Durch eine größere Werbefläche kann auch der Bekanntheitsgrad der Marke für Merchants erhöht werden. 

  • Für Affiliates kann ein Zuverdienst entstehen, denn die Betreiber von z.B. Infowebsites, betreiben ihre Plattform so oder so. 

  • Affiliate Marketing ist grundsätzlich sehr flexibel und vereint viele Werbekanäle unter einem Dach. Das bedeutet, dass über Affiliate Marketing zum Beispiel Retargeting, Pretargeting, Cashback, Gutscheinseiten, Preisvergleicher, Blogs und sogar in gewissem Rahmen Suchmaschinenmarketing betrieben werden kann.

Die Nachteile: 

  • Wird die Auswahl der Werbefläche nicht sorgfältig getroffen, kann für Merchants ein Imageschaden entstehen. Daher müssen die Affiliates, die sich für das Partnerprogramm eines Unternehmens bewerben, sehr ausführlich geprüft werden.

  • Dieser Imageschaden kann auch für Affiliates entstehen: Handelt es sich um eine seriöse Seite, die hochwertigen Content zur Verfügung stellt und es erfolgt die Platzierung von Werbung für Produkte, die anschließend z.B. einen Skandal nach sie ziehen, kann dies auch für Affiliates Folgen haben.

  • Für Affiliates gibt es das Risiko, dass Merchants ggfs. nicht finanziell für die Werbefläche belohnen wollen. Es kann also Unternehmen geben, die sich denken “Wenn ich alle generierten Verkäufe als nicht valide markiere, dann wird keine Provision ausgezahlt und ich bekomme die Werbung praktisch gratis?”. So ein Denken und Handeln geht aber meistens schnell nach hinten los, weil die Affiliates bei jedem Partnerprogramm sehen können, wie hoch die Stornoquote in % ist und wie lange die Auszahlung der Provisionen dauert. Eine hohe Stornoquote führt dann dazu, dass sich weniger Affiliates bereit erklären, für das Partnerprogramm zu werben. Affiliate Marketing basiert also sehr stark auf gegenseitigem Vertrauen.

  • Hier kommen wir auch gleich zum nächsten Punkt: Affiliate Marketing ist ein sehr kommunikations intensiver Kanal. Wenn man als Unternehmen ein Affiliate Partnerprogramm betreibt, dann ist man viel in Absprache mit dem Affiliate Netzwerk und den verschiedenen Affiliates. Es sollte immer so schnell wie möglich auf Anfragen reagiert werden.

  • Der Wettbewerb ist sehr hoch, was bedeutet, dass beide Parteien sich anstrengen müssen, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden: Merchants müssen hochwertige Produkte zur Verfügung stellen, Affiliates müssen hochwertige Inhalte für Suchende bieten. 

  • Es wird keine Beziehung zum Kunden aufgebaut, es sei denn man verknüpft das Affiliate Marketing mit dem Influencer Marketing. Es kann für ein Unternehmen heutzutage auch sinnvoll sein, mit Mikroinfluencern zusammenzuarbeiten und das Affiliate-Marketing über personalisierte Rabattcodes zu betreiben. Dieser Seitenarm des Affiliate Marketing ist jedoch sehr zeitintensiv und sollte daher nur in Betracht gezogen werden, wenn man die notwendigen zeitlichen Kapazitäten hat.

  • Zu guter Letzt gibt es auch ein paar Eckdaten, an die ein Affiliate Programm geknüpft ist: Ein Online-Shop sollte beispielsweise 20.000 Unique User pro Monat aufweisen, bevor daran gedacht wird, ein Affiliate Programm aufzubauen. Affiliate ist ein guter Absatzkanal, aber nicht dafür geeignet, die Bekanntheit von Grund auf aufzubauen.

Summary 

Affiliate-Marketing, eine Methode, die sich die Werbeflächen anderer zu Nutze macht, um den Absatz von Produkten oder Dienstleistungen zu erhöhen. Affiliate-Marketing, eine einfache Möglichkeit, um die eigene vorhandene Plattform für einen Zusatzverdienst zu nutzen. 
⁠Das Prinzip ist klar, die Vergütungsmodelle sind umfassend. Die Vor- und Nachteile ebenso umfassend wie die Möglichkeiten. Wer sich dazu entscheiden sollte, Affiliate Marketing anzugehen, sollte sich Gedanken darüber machen, mit wem er eine solche Geschäftsbeziehung eingehen möchte und für sich selbst absolute No-Gos aufstellen. Dies betrifft sowohl Merchants als auch Affiliates. 

Auch bei Flanke 7 ist Affiliate Marketing im Repertoire vorhanden. Wer sich dafür interessiert, Affiliate Marketing gemeinsam mit uns anzugehen, findet hier mehr Informationen zum Kontakt

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